Die deutsche Rasse als Grundlage der Identität und der biologischen Reinheit des Dritten Reiches – ausgewählte Aspekte
Ключові слова:
Deutsche Identität, Biologie, Rassenreinheit, genetischer CodeАнотація
Der Aufstieg der biologischen Wissenschaften im Zuge der Industrialisierung Deutschlands (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) führte Anfang der 1920er Jahre zu einem anderen Menschen-bild. Er wurde zu einem produktiven Wesen in Bezug auf seine genetischen Werte und seine Iden-tität und Herkunft des Seins. Sozialdarwinismus und Eugenik externalisierten die nationale soziale Biopolitik; ein Wandel, der sich im demokratischen Staat und dann in der Diktatur des Dritten Reiches vollzog. Die deutsche Gesellschaft erkannte neben der produktiven Gruppe auch ein wert-volles genetisches Element an, und zwar das marginale degenerative. Dazu gehörten die biologisch gesunden, produktiven Deutschen (die Herrenrasse) ebenso wie die kranken und abhängi-gen, die eine Bedrohung für die rein arische Ethnie und Identität darstellten. In dieser Hinsicht bildeten ausgewählte junge Deutsche die genetische Basis des Dritten Reiches. Doch angesichts des reichen kulturellen Raums, der mit der Reichspolitik und der Kolonialzeit verbunden war, re-präsentierte Deutschland ethnische Vielfalt. Nicht umsonst versuchten die Nationalsozialisten, die heterogene Gemeinschaft zu beseitigen, um ein homogenes – ideales – Modell und damit die gewünschte Wirkung zu erzielen. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen stand der Mensch als Produkt für die Erziehung und sogar „Züchtung“ des deutschen Volkes mit einem rassisch reinen geneti-schen Code. So war der Kult um die eigene Physiognomie und um eine gesunde und perfekt geformte Generation das Ziel der nationalsozialistischen Pädagogik. Dies wirkte sich unmittelbar auf die Hygiene und Sterilität eines jeden Deutschen in Bezug auf seine rassische Identität aus.





